Siezenheim, Salzburg (A)

Aufgabenstellung: Wärmeverschiebestation
Übertragungsleistung: 40 MW
max. Betriebsparameter:
rohrseitig (Fernheizwasser) 16 bar, 160 °C
mantelseitig (Fernheizwasser) 16 bar, 160 °C

Das Fernwärmenetz „Siezenheim“ wurde in der Vergangenheit von der Abwärme eines Industriebetriebes  und von einem Biomassekraftwerk (Kraftwärmekopplung) versorgt.  Aufgrund der relativ geringen Netzgröße konnte nur selten die Abwärme vollständig genutzt und das Biomassekraftwerk mit optimalem Wirkungsgrad betrieben werden.

Bei diesem Projekt wurden die beiden Fernwärmenetze „Siezenheim“ und „Salzburg Stadt“ durch die, von der SALZBURG AG errichtete, Wärmetauscherstation verbunden.

Die von unserer Regeltechnik programmierte Anlagensteuerung erkennt nun einen Wärmeüberschuss in diesem umweltfreundlich versorgten Fernwärmenetz „Siezenheim“ und überträgt diesen vollautomatisch über die Wärmetauscherstation in das Stadtnetz Salzburg. Die umweltfreundliche Abwärme wird nun immer vollständig genutzt, teure Primärenergie wird  eingespart.

Wird in dem Netz „Siezenheim“ zu wenig Energie eingespeist (geringere Abwärme des Industriebetriebes, extreme Kälte, Revisionen…)  erkennt dies die Anlagensteuerung ebenfalls und liefert vollautomatisch die fehlende Energie über die Wärmetauscher aus dem Salzburger Stadtnetz.

Da aufgrund der hydraulischen Voraussetzungen eine direkte Verbindung der beiden Fernwärmenetze nicht sinnvoll möglich war, schlägt die Wärmetauscherstation drei Fliegen mit einer Klappe:  hydraulisch effiziente Fernwärmenetze,  optimale Ausnutzung bestehender und umweltfreundlicher Abwärme sowie Erhöhung der Versorgungssicherheit.

Im Betrieb treten je nach Versorgungsrichtung abwechselnd unterschiedliche Temperaturen und Drücke auf beiden Seiten der Wärmetauscher auf.